Dortmunder Amateurfunk-Treffen

Jörg, DK3LE, (Mitte) verkauft und verschenkt
Jörg, DK3LE, (Mitte) verkauft und verschenkt

3. Dezember 2016. Zum Jahresende treffen sich die Funkamateure in Dortmund. Funkgeräte, Flohmarkt, fröhliches Wiedersehen. Viele nette Menschen sind da. Aus der Heimat aber auch weit angereiste. Wir finden freie Sitzplätze, die müden Beine freuen sich. In der Amateurfunk-Halle ist weniger los als letztes Mal. So kommt es uns jedenfalls vor. Einige Lücken in unseren Bastelkisten können wir wieder schließen, aber auch das Angebot ist gefühlt kleiner als letztes Mal. Was uns auch auffiel: Immer weniger Besucher tragen ein Rufzeichen-/Namenschild. Wir rätseln, woran das liegen mag?

Advent

Nur noch ein paar Tage bis Weihnachten. Jetzt ist Zeit zurückzublicken auf das vergangene Jahr. Es war ein Jahr voller schöner Erlebnisse beim Basteln, beim Funken, bei SOTA-Unternehmungen und Fielddays, bei Wanderungen und Fahrten von Kassel bis Dayton, von Baunatal bis Bad Münstereifel. Erlebnisse mit guten Freunden und in netter Gesellschaft. So wird Amateurfunk lebendig. Und so wünschen wir uns das. - So lässt sich die Stimmung beim traditionellen Gänseessen der Funkamateure zusammenfassen: Auf vergangene Abenteuer zurückblicken und gleichzeitig Ideen sammeln für neue. Wohlfühlatmosphäre. Viele schöne Bilder, eine gute Küche und wieder neue Mitglieder. Wir wünschen allen eine gute Adventszeit und treffen uns am 1. Januar zum traditionellen Neujahrs-Spaziergang.

Das doppelte Schnapsnäschen

Nein wir sehen nicht doppelt, und wir haben auch nichts getrunken. Der Grund für das doppelte Näschen: Wir hatten Kritik an der kleinen Taste, fanden sie wackelig und dass sie nicht sauber zum Mittelpunkt findet. Jetzt wissen wir warum. Anton hatte wohl damals ein altes Ding aus der Entwurfs-Phase zum Ausprobieren bekommen. Der Prototyp wurde weitergereicht. Über die Schweiz bis nach Nordhessen. Bei den zum Verkauf gekommenen Tasten war die Lagerung bereits erheblich verbessert und die kleine Schnapsnase läuft ganz einwandfrei. Selbst bei hohem Tempo fanden wir alles gut. Wir hatten beide zusammen auf dem Tisch und konnten gut vergleichen.

PalmRadio war so freundlich, das alte Näschen zu tauschen. Das ist ein toller Service, und dafür danken wir herzlich. - Und zum Schluss noch eine kleine Nachdenkerei: Wie verhält sich eigentlich ein Gesamtsystem aus zwei dicht nebeneinander stehenden und parallel gesteckten Schnapsnasen? Was passiert, wenn man die beiden Hebel zusammendrückt (squeeze)? Und welche tollen Möglichkeiten ergeben sich, wenn man bei der Anordnung jede Taste an einen anderen Transceiver anschließt? Eure Ideen könnt ihr uns über das Kontaktformular posten.

 

Ein Physiklehrer in der Stratosphäre

Klaus-Peter Haupt
Klaus-Peter Haupt

KP fliegt näher an die Sterne. Mit der NASA im Forschungsflugzeug Sophia. Eine fliegende Sternwarte. Sie erforscht die Entstehung von Sternen und Planeten. KP Haupt ist Leiter des Schülerforschungszentrums Nordhessen (SFN) und hat sich einen Traum erfüllt. Drei Tage war er unterwegs mit Wissenschaftlern aus der ganzen Welt. In einer Boing 747, einem fliegendem Fernrohr. Astronomie heute ist High-Tec. Das interessiert uns. Oft sind die Funkamateure zu Gast im SFN. Viele Mitarbeiter dort sind selbst Funker und haben ihre Lizenz als Schüler in der Albert-Schweitzer-Schule gemacht. Die Hessenschau brachte einen kurzen Bericht über den Physiklehrer in der Stratosphäre_>>

 

WRTC

World Radiosport Team Championchip. Olympiade für Funkamateure. Alle vier Jahre und 2018 in Deutschland. - Funkwettbewerbe gewinnt, wer die größte Sendeleistung und die größten Antennen hat oder wer am besten mogelt. Diese Kriterien machen mindestens so viel aus, wie das Können der Funker. Beim WRTC ist das anders:  Zwei-Personen-Teams gehen in einen 24-Stunden-Contest. Vergleichbare QTHs, gleiche Sendeleistung und Antennen. Volle Kontrolle. Nur die Geräte und ihr Können bringen die Funker mit. 2014 war die letzte WRTC in Boston/Massachusetts. James Brooks, 9Y1YC, hat einen Film darüber gedreht. 60 Minuten. Gut gemacht und interessant. Wer nicht so viel Zeit hat kann sich die Kurzversion anschauen. Das Team vom WRTC 2018 hat sie mit deutschen Untertiteln versehen. Weiteres beim Funkamateur_>>.

 

Morsegarage

Wer hats erfunden? - Es kam aus der Schweiz und lag im Briefkasten:  Ein Päckchen mit einer Morsegarage. 312 Gramm, 5,5 cm dick und 2,4 cm hoch. Drei Gummifüße und einen gefrästen Schlitz, der die Pico-Paddles von PalmRadio genau aufnehmen kann. Sie fahren ein wie in eine Garage. Da wackelt nichts mehr. Wir kennen ja die kleinen Tasten und wir lieben sie. Die kleine Bulldog mit Büroklammer und Hosenknöpfen und von Palm die Minis und Picos mit Einzel- oder Doppelhebel. Vor allem wenn es hinaus geht ins Grüne. Dann will niemand schwere Morsetasten schleppen. Leichte Tasten haben jedoch keine gute Standfestigkeit. Auch das wissen wir. Doch jetzt gibt es ja die Garage. Klein und leicht für Wald und Wiese oder schwer und standfest für den Stationstisch. Zwar kein vollkommener Ersatz für eine gute schwere Morsetaste aber eine wirklich tolle Idee. Danke Anton.

UKW-Relais in 36.000 km Höhe

Rechts wird das das LNB angeschlossen, links der PC. Fertig. Ein USB-Stick ist der Kern unseres SAT-Receivers.  Ein SDR mit besonderer Frequenz-Stabilität. Wir lauschen bei ca. 10,5 GHz. Senden müssen wir auf 2,4 GHz. Acht Watt sollten ausreichen und eine Helix-Antenne für den Frequenzbereich lässt sich gut basteln. 90 SSB-Kanäle werden verfügbar sein. Die Funkamateure sind gespannt. Gegen Mitte 2017 soll der Satellit starten AMSAT P4-A. Erstmals soll dann ein geostationärer Satellit für uns bereit stehen. Antennen-Nachführung wird unnötig und Frequenzverschiebungen durch den Dopplereffekt gibt es nicht mehr. Das macht SAT-Funk viel einfacher als bisher. Außerdem deckt der Satellit ca. ein Drittel der Erdoberfläche ab, weil er so hoch "steht".

Karl-Heinz (DG3FCB) kennt sich aus. Seit vielen Jahren ist er Mitglied der AMSAT-DL und hat in seiner Tätigkeit an der Uni Marburg bereits Komponenten für Satelliten konstruiert und gebaut. Er kennt die Entwicklung und informiert uns über den neuesten Stand. Wir haben Feuer gefangen und wollen vorbereitet sein, wenn es dann losgeht.  Mehr_>>

 

Der weiße Riese

Dr. Junkes freut sich über unser Interesse
Dr. Junkes freut sich über unser Interesse

Radioteleskop Effelsberg. Wir sind mit Dr. Junkes verabredet. Er hat uns eingeladen. Er ist Radio-Astronom und heute auf den Besuch von Funkamateuren vorbereitet. Es geht um Entfernungen im Weltraum, um Feldstärken und Quellen der Radiostahlung, um typische Frequenzen und ihre Verschiebungen durch den Dopplereffekt. Außerdem erfahren wir von unangenehmen Störstrahlungen und wie man versucht, die Messungen davor zu schützen. Mehr_>>

 

Von der Amplidyne bis zum Gabelkopf

Im Vortragsraum. Stehend: Elke (DK1FE) und Ludwig (DK5KE)
Im Vortragsraum. Stehend: Elke (DK1FE) und Ludwig (DK5KE)

Astropeiler Stockert. 15.10.2016 Besuch bei Freunden. Elke, Thomas und Ludwig erwarten uns. Ein herzlicher Empfang. Wir treffen uns im kegelförmigen Unterbau der Antenne und bekommen zu Beginn eine Übersicht. Unsere Gastgeber gehören zum Verein "Astropeiler Stockert". Der hat sich zum Ziel gesetzt, die Radiosternwarte nach langer Vernachlässigung wieder aufzuarbeiten und als offenen Lehr- und Lernort für alle an Astronomie, Physik, Technik und Naturwissenschaft Interessierten zu betreiben. Sie haben die Steuerungstechnik der Anlage renoviert und begonnen, wieder wissenschaftliche Messungen durchzuführen.   Mehr_>>