Angelruten am Badesee

Bestes Sommerwetter. Mitten im Juli. IARU World-Championship. Die Funkamateure treffen sich am Badesee zur Contest-Schlacht. Da geht es um die Weltmeisterschaft. Im Funken. Nein wir Funkamateure haben da keine Chancen auf vordere Plätze, aber mitmachen ist uns wichtig. An Angelruten ziehen wir unsere Antennen hoch.

In einem ehemaligen Tagebau-Restloch bei Kleinenglis ist ein schöner Badesee angelegt: die Stockelache. Ein herrlicher Sandstrand mit mehrerern Beachvolleyballfeldern, im See eine Fontäne, Wasserrutsche, mehrere Schwimm-Inseln, ein abgerenzter Nicht-Schwimmer-Bereich. Viele junge Familien verbringen den schönen Sommertag am See. Wir auch. Harry und Roland haben sich schon heiß gefunkt und brauchen erst mal eine Abkühlung.

Ein K3 mit 100W, ein 40m- und ein 20m-Dipol genügen völlig, um gut mitzumischen im Contest. Charly betastet seinen KX3 ganz entspannt und funkt mit einer MP1-Vertikal-Antenne.

Günter setzt auf sein bewährtes Gespann: FT-817 mit 30W-PA und ein Hille-Dipol.

Und dann gehts los. Punkt 14 Uhr Lokalzeit schaltet Harry ein. Der Contest tobt. Ein Affentempo. Gute Ohren, starke Nerven, ein schneller PC mit hellem(!) Bildschirm und jede Menge Contest-Erfahrung, dann läufts so geschmiert, wie Harry uns das zeigt.

Draußen wirds derweil gemütlich: Waffeln gibts, Kaffee, Kuchen und andere Leckereien. Die grade nicht funken fachsimpeln und planen schon wieder neue Aktivitäten. An Ideen ist kein Mangel.

Ralf kümmert sich um die SSB-Verbindungen. Er hat die Mütze auf: WRTC-2018. Er schließt das Mikrofon an und legt los. Es läuft prächtig. Wir sind gut zu hören mit unseren Dipol-Strippen. Gut dreieinhalb Stunden sind wir in der Luft. 107 QSOs in CW, 55 in SSB. Die weitesten Verbindungen gingen nach Amerika und nach Asien. Für uns ein guter Erfolg.

Am Abend bauen wir ab und verlassen den Platz sauber. Es war ein Riesenspaß für alle Beteiligten. Gute Geselligkeit und verrückte Ideen, ein Sommertag in Gemeinschaft mit Spaß, Funkbetrieb und wieder neuen Mitgliedern.

 

Und inzwischen wissen wir auch, wie es am anderen Ende der Funkverbindung ausgesehen hat. Dort wo die Teams um die Weltmeisterschaft funkten: