Die Mücke machen ...

Verbindungen aus nur "5nntu " sind nicht unser Ding, und Standard-QSOs sind auf Dauer ermüdend. Ein bisschen ausfühlicher darfs also schon sein, sonst könnten wir ja gleich FT8 machen. Ein Gespräch hat mindestens drei Phasen: Man trifft sich, man spricht miteinander, man trennt sich wieder. Die Trennung ist das Schwierigste. Wir kennen das auch beim Telefonieren. Und beim QSO ist das genauso. Aber irgendwann muss ein QSO mal zu Ende sein. Wenn alles gesagt ist, zum Beispiel. Wer dann einfach weitermacht, fällt auf. Zahlreiche SSB-Runden auf 80m zeigen diese Problematik. Im kommerziellen Sprechfunkverkehr sagt man einfach "Ende". Doch was macht man beim QSO? Es gibt viele Gründe Schluss zu machen. Nicht alle sind geeignet für die Öffentlichkeit:

Der Operator muss dringend aufs Klo; er muss mal im Weinkeller gucken, ob von dem Roten noch ne Flasche verfügbar ist; sein Körper ruft nach Futter oder Nikotin und muss mal an den Kühlschrank oder ans offene Fenster. Oder schlimmer: Wer sich heimlich an seine Heimstation verdrückt, muss nicht lange warten, bis die XYL auftritt. Mit einem Aufgabenzettel, mit lauter Stimme und mit Aufträgen, die keinen Verzug dulden.

Manchmal fragt man sich auch, wie man sich geschickt aus einer Konversation wieder löst. Der Waldheini am anderen Ende hört gar nicht auf, kommt von Einem zum Anderen. Man will ja auch keine Schwäche zeigen. In Telegrafie z.B. sind lange QSOs besonders ermüdend und gehen an die Kondition. Oder die Funke steht im Keller und da ist es saukalt. Profi-Funkamateure haben daher zur Verabschiedung Floskeln, die an die Verabschiedung von Nachrichten-Moderatoren erinnern: "Ich bin dann mal raus." "Machts gut ihr Lieben." "Ich dreh mal weiter." "Meine Zeit ist gekommen." Oder: "Ich mach dann Schluss!". (Keine Sorge, sind alles nur Floskeln.) - Und neulich überraschte uns ein Tierfreund sogar mit: "Muss weg, hab ne Mücke im Shack."  .....   :-)