Henry

So sieht er aus. Der innere Schweinehund. Meiner heißt Henry. Ich habe ihm einen Namen gegeben. So kann ich besser mit ihm reden. Henry macht immer wieder Ärger, wenn ich etwas ändern will. Weniger essen und Alkohol trinken und mehr Bewegung und Morsen. Dann steht er da, guckt mich an und knurrt. Bellen kann er auch. Gebissen hat er mich noch nicht. Was ich mir auch vornehme, ich scheitere an Henry. Inzwischen weiß ich: Ein paar Tricks können helfen, dem inneren Schweinehund Beine zu machen.

Wie heißt eigentlich deiner?

Mit einer ordentlichen Portion Optimismus kann ich Henry sogar etwas Positives abgewinnen. Er schützt mich davor, mich selbst zu überfordern. Das schätze ich an ihm. Henry weiß das, und das erleichtert unsere Koexistenz ungemein. Spreche ich laut mit ihm und nenne ihn beim Namen, dann wird unser Umgang gleich harmonischer. Und wenn er dennoch rebelliert, der Henry, dann kläre ich laut mit ihm, was ich wirklich will. Dabei überlegen wir gemeinsam, wie jetzt wohl ein unterstützender Coach mit mir reden würde. Und so rede ich dann mit mir selbst.

Der Schweinehund gibt einem Anlass, seine Vorhaben zu hinterfragen und vor sich selbst zu rechtfertigen. Wem es gelingt, eine überzeugende Antwort auf das Warum zu finden, der hat gute Chancen, künftig ohne großen Widerstand vom Schweinehund Morsen zu lernen.

Dazu haben die Funkamateure eine moderne und kurzweilige Übungsplattform eingerichtet. Da kann jede(r) einsteigen, egal mit welchen Vorkenntnissen.

cw-hoerbuch.jimdo.com

oder noch besser und effektiver:

morsen.jimdo.com

Und wenn Henry wieder knurrt, dann bin ich froh, dass ich Trainigspartner habe. Wann und wo immer die funken, dank HamAlert merke ich das, und ich darf immer anrufen. Sie stellen ihr Tempo sofort auf meins ein. Das finde ich fair.

Wer solche Morse-Buddys hat, stellt dem Schweinehund eine Falle. Außerdem bekommt man Feedback als Belohnung. Das Miteinander beflügelt und ist eine tragende Antriebskraft.

Langsam funken ist eine gute Strategie. Es muss ja auch nicht stundenlang sein. Häufige und kurze Übungsphasen haben einen guten Lerneffekt. Freude ist der Schlüssel. Wer Spaß hat, bleibt auch an der Taste.

Hören wir uns? - Ich freue mich drauf.