Conditions

10 und 15 Meter sind schon lange nicht mehr die alten Bänder. Bis die mal wieder so sind wie früher, müssen wir noch lange warten. Die Sonnenflecken schwächeln. Aber trotzdem können wir Funk-Kontakte machen. Von Zeit zu Zeit kommt die F-Schicht immer mal in Schwung. Vor allem das 15-Meter-Band lässt dann kurz mal DX-Verbindungen zu. Man kann sich nicht darauf verlassen. Man muss einfach da sein, wenn es passiert.

Damit wir keine Bandöffnung verpassen, setzen wir uns entsprechende Filter im DX-Cluster. Zum Beispiel bei www.dxsummit.fi  oder  www.dxwatch.com.  Oder wir beobachten die NCDXF-Baken. Die Northern California DX Foundation hat 18 Bakensender über die ganze Welt verteilt. Wann und wo sie senden sehen wir hier.

Manchmal schauen wir auch bei DR2R nach: dr2w.de/dx-propagation.

Und für die Bänder 10m, 6m und 2m bringt N3TUQ eine aktuelle Übersicht.

Die Maximum Usable Frequency (MUF) ist die höchste für eine Kurzwellen-Verbindung zwischen zwei Orten verwendbare Frequenz. Erst die Sprungweite zwischen Sender und Empfänger bestimmt eine konkrete Frequenz. Sie wird von Forschungsstationen permanent gemessen und kann zum Beispiel hier abgelesen werden.

Manchmal bilden sich sporadische E-Schichten. Man kann sie sich vorstellen wie Wolken, die unter der F-Schicht liegen und hin und her wandern. Wenn sie auftauchen, ermöglichen sie große Feldstärken auf 10 und 6 Meter über mittlere Distanzen. Manchmal bis 1.500 km. Das geht dann u.U. sogar mit kleiner Leistung und einfacher Antenne.

Bei schlechten Bedingungen sind die Signale oft ziemlich leise. Wer CW kann, ist klar im Vorteil. Und wenn es gar nicht klappen will, dann kann man immer noch über FT8 nachdenken. Für viele von uns ist FT8 allerdings nichts. Dann basteln wir lieber was mit Satellitenschüsseln.

Ein alter Lehrfilm der Bundeswehr. Die darin beschriebenen physikalischen Gesetze sind immer noch gültig.