Funkspaß am Badesee

Das Baden überlassen wir heute den Enten. Der Tag gehört zweifellos zur kühlen Phase dieses Sommers. Das ist wie bei den Sonnenflecken. Doch an denen funken wir einfach vorbei. Funkerinnen und Funker treffen sich an der Stockelache bei Borken. Sie tun das, was sie am besten können und mögen: Funken und Spaß haben.

Den Aufbau haben wir geübt. Für Kurzwelle nehmen wir einen Dipol nach ZS6BKW. Klein und leicht, aber hoch und wirkungsvoll. Und für die Verbindungen über den Satelliten QO-100 experimentieren wir mit zwei Schüsseln. Eine für rauf und eine für runter. Im Brennpunkt haben wir für den Empfang ein umgebautes LNB und zum Senden probieren wir verschiedene Strahler aus.

Schon gehts los. Ralf schwingt die Taste. Mit der Routine eines Marinefunkers findet er Kontakt zu vielen europäischen Stationen im 40m-Band. Unsere Rapporte sind sehr gut. Der andere Ralf und Robert stecken ihre Satelliten-Technik zusammen. Sie benutzen die über 100 Tasten ihrer beiden Laptops. Sie haben zu kämpfen: Viele Strippen, Software-Probleme, Temperaturunterschiede und Frequenzdrift. Ralf raucht der Kopf.

Aber dann klappts. Der Funkbetrieb mit beiden Stationen läuft an. Ganz alte und ganz neue Technik Tisch an Tisch. Beeindruckend. Über eine Weltraumstrecke von 72.000km haben wir Kontakt nach Obergrenzebach. Da hätten wir auch mal eben mit dem Fahrrad hinfahren können. Unser Partner: Charly, DK3ZL. Er hört von unserer Aktion und bringt seine QSL-Karte Minuten später persönlich vorbei. So geht HAM-Spirit.

DL0BA auf allen Kanälen. Sigrid an der Taste. Die Logs füllen sich. Um 12:00 UTC geht der IARU-Contest los. Wir geben den HQ-Stationen aus allen Ländern unseren Punkt. Die SOTA-Transceiver bewähren sich. Zwei KX3e und ein winziger KX1. Der kann mit den eingebauten Taschenlampen-Batterien nur 2 Watt. Mit ihm fahren wir im Contest die meisten Punkte ein. Das macht Spaß.

Kaffeepause. Thermoskannen statt Kühltaschen. Nussecken, Käsekuchen und andere Leckereien. Am Nachmittag gehen wir über zum gemütlichen Teil.

Leider kein ausgesprochenes Badewetter, aber es bleibt trocken. Fachsimpelei und Seemannsgarn. Einzelheiten zur gemeinsamen Fahrt nach Bochum werden besprochen (15.09.2019 Gasometer und Sternwarte).

Schließlich bauen wir wieder alles ab und verlassen die Wiese wie vorgefunden. - Ein schöner Tag mit Freunden und unserem gemeinsamen Hobby. Abendlicher Ausklang im Seerestaurant.