Über den Wolken

HB9/DL2FAZ und HB9/DF7FX auf dem Pilatus
HB9/DL2FAZ und HB9/DF7FX auf dem Pilatus

Über den Wolken
Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein.

(Reinhard Mey)

Sigrid und Harry grüßen aus den Schweizer Alpen. Das SOTA-Programm bringt Funkamateure auf die Berge. Manchmal nur ein Spaziergang, manchmal muss man heftig pusten. Erstmals wagen sich die beiden in alpine Höhen. Markus, HB9DIZ, ist Gastgeber und Bergführer. Er hat die Details und die Fotos zum folgenden Bericht beigesteuert.

Samstag, 14. September 2019, 9 Uhr. Treffpunkt auf dem Parkplatz der Pilatus-Gondelbahn in Kriens. Sigrid und Harry sind bereits früh dort. Vom Tagesziel ist aber noch nichts zu sehen. Hochnebel – der nahe Herbst lässt schon grüssen.

Über dem Hochnebel lacht aber die Sonne. Blick zur Rigi (links), Königin der Berge genannt, der beliebteste Aussichtsberg der Schweiz. - Tagesziel für den Sonntag.

Kleine Foto-Pause auf dem Weg zum ersten Summit. Hinter der Felsnase im Hintergrund werden Sigrid und Harry erstmals das Ziel sehen, das 2128 m hohe Tomlishorn, HB/NW-011.

Sigrid und Harry an der Arbeit für die acht SOTA-Punkte des Tomlishorns.

Der Gastgeber hat mitgefunkt: Markus, HB9DIZ, ist auch auf 2 m QRV. Das Tomlishorn ist ein idealer Standort für VHF-Verbindungen nach Süden in die hohen Berge und nach Norden in Richtung Mittelland und Schwarzwald.

Innert einer halben Stunde ist man vom Tomlishorn wieder zurück an der Pilatus-Gipfelstation. Nach dem Mittagessen steht das benachbarte Matthorn auf dem Programm. Die Luft ist etwas dünner als in den Mittelgebirgen. Der steinige Weg und der Zickzack durch ein Felsband verlangen mehr Aufmerksamkeit. Auch der Rucksack erscheint etwas schwerer.

Ganz oben auf dem 2041 m hohen Matthorn, HB/OW-015, zweites Etappenziel am Samstag. Hinten der Pilatus-Gipfel mit der Touristenzone. Sigrid und Harry machen sich wieder an die Arbeit.

Der schönste Ausblick der ganzen Tour: das Gipfelkreuz des Matthorns vor der Kulisse der Zentralschweizer Berge und des Vierwaldstättersees. Hier funkt auch das Auge mit!

Auch die acht SOTA-Punkte des Matthorns sind in der Tasche. Nun wieder 160 Höhenmeter runter zu den Chilchensteinen und 200 Höhenmeter rauf zur Seilbahn. Der Blick auf den steinigen Rückweg im Hintergrund beeindruckt.

Auch die knifflige Stelle gut gemeistert: in den Stahlseilen beim Abstieg vom Matthorn.

Blick aus der neuen Gondel der Pilatus-Gipfelbahn auf Luzern und das Schweizer Mittelland.

Der Sonntag ist fast ein Spaziergang. Mit dem Dampfschiff geht es von Luzern über den Vierwaldstättersee nach Vitznau zur Zahnradbahn auf die Rigi, HB/SZ-021. Ganz oben ist es nur ein Katzensprung hinauf zum Gipfel.

Es lächelt der See, er ladet zum Bade ... - Der Sage nach hat hier Wilhelm Tell gewohnt. Friedrich Schiller hat ihn gedichtet. Den Tell.

Eins der vielen Erinnerungsbilder an zwei Tage Gastfreundschaft und SOTA in den Schweizer Bergen. Über dem Hut von Markus der Pilatus, das Ziel des ersten Tages, gleich links davon das Matthorn. Rechts am Ende des Sees Luzern.

Die Gläser klingen froh auf dem Dampfschiff während der Rückreise nach Luzern. Sigrid und Harry wollen noch zurück ins Urlaubsquartier in Badenweiler. Zwei abwechslungsreiche Wochen im Schwarzwald und in den Vogesen stehen auf dem Programm.