Do It Yourself

Thomas (SWL) experimentiert mit Arduino und DDS-VFO
Thomas (SWL) experimentiert mit Arduino und DDS-VFO

Funkanlagen selbst bauen dürfen - das unterscheidet Funkamateure von Nutzern anderen Funkdienste. Früher ging das gar nicht anders. Da gab es für Funkamateure keine fertigen Geräte. Heute werden elektronische Bauteile immer kleiner und komplexer. Das setzt dem Selbstbau Grenzen. Gleichzeitig sind fertige Baugruppen für wenig Geld zum Basteln erhältlich. Das macht den Selbstbau wieder attraktiv. Bausätze für QRP-Transceiver und die Konstruktion von Messgeräten und Antennen sind beliebt. Vor allem dann, wenn sie gemeinsam und mit Freunden gebaut werden. - Selbstbau steht auch bei uns Funkamateuren im Vordergrund. Wir lassen uns gern mal in die Werkstatt gucken:

 

Das machen wir

Ihr kennt ihn ja. Unseren OM Waldheini. Selbstbau wäre völlig unmöglich heute, sagt er. Und die furchtbar kleinen Bauteile könne ja kein normaler Mensch wie er einlöten. Und dabei schwärmt er von Elektronenröhren, Käfigspulen und reiner Anodenmodulation. Waldheini bezieht schon länger Rente. Bei mäßigem Konsumverhalten kann er sich davon eine fertige Antenne kaufen und einen gebrauchten Transceiver. Eine Steckdose hat er ja schon. Selbstbewusst funkt er damit los und rühmt sich vergangener Heldentaten.

Wir sehen das ganz anders. Wir meinen: Jetzt ist die beste Zeit, Neues zu lernen, Ideen zu entwickeln und unsere Antennen und Gerätschaften selbst zu bauen. Dass man sich dabei auch noch um passende Software bemühen muss, macht uns besonderen Spaß. Grund ist die aktuelle Entwicklung der Sende- und Empfangstechnik. Das SDR-Konzept bringt neuen Schwung in den Markt der Funkgeräte. Wo früher Mischer und Bandfilter waren, sind heute nur noch schnelle Schalter.

Die Software sagt, wo es lang geht. Hardware wird klein. Die Bauteile sind oft ganze Module. Sie sind vielseitig und preiswert. Oft wundersam billig und aus DX. Wer Ideen hat, kann heute bauen, und wer keine hat, baut nach. Und wer keine Hardware bauen mag, macht Software. Das macht einen Riesen-Spaß. Vor allem, wenn man es in Gemeinschaft tut. - Selbstbau ist so einfach wie noch nie, meinen wir. Und OM Waldheini kann das auch lernen. Wir holen ihn gern raus aus seiner Käfigspule, nehmen ihn mit in eine Welt voller Neuigkeiten und teilen mit ihm die Freude am Basteln. Das machen wir.

 

Dipol mit Hühnerleiter

In diesen Tagen funkt man am besten nachts. Solange die Sonne hoch steht, ist die Dämpfung erheblich. Bei diesen miesen Bedingungen lohnt es sich, mal die Antenne zu checken und zu überarbeiten.

Jede Antenne strahlt. Manche besser. Probiere alles und behalte das Beste. Das sind Kernsätze für den Antennenbau. Zu den einfachen Antennen gehört der Dipol. Und der ist richtig gut, wenn man zwei Grundsätze beachtet: λ/2 lang und möglichst λ/2 hoch. Speist man ihn in der Mitte, erwischt man 50 Ohm, kann ein Coaxkabel nehmen und steckt das untere Ende einfach in den Transceiver-Ausgang. Das geht aber nur auf einer Frequenz gut. Mit einer Hühnerleiter verwandelt man seinen Dipol in eine echte Mulitband-Antenne. Zudem ist die Speisung nahezu verlustfrei und die Längen lassen sich passend variieren. Nur symmetrisch sollte das Gebilde sein. Dipole mit Hühnerleiter sind gut. Auch wenn sie kurz sind und nicht ganz so hoch hängen. Darüber nachdenken lohnt sich.  Mehr_>> 

 

Bazooka

Nein, schießen wollen wir nicht. Bazooka ist eine besondere Antennenform. Sie empfängt nur wenig Umgebungs-Rauschen. Das macht sie so attraktiv in diesen Zeiten. Sie wird auch Koaxialantenne genannt, weil sie aus Koaxialkabel ist. Wer noch Koax-Reste rumliegen hat und weiß, auf welcher Seite man den Lötkolben anfasst, der kann sich die Antenne basteln. Die Bauweise ist simpel, man braucht kaum Werkzeug. Der Materialpreis liegt unter 20 EUR. Gegenüber dem Dipol hat die Bazooka eine höhere Bandbreite, ist unkritischer gegenüber Gelände und Bebauung. Sie ist eine gute Portabelantenne für Fieldday, Urlaub, SOTA und anderen Funk draußen. Einziger Nachteil: Sie geht nur auf einem Band.  Mehr >>

 

Spitze Ohren

Elecraft KX1, Palm Pico-Paddle
Elecraft KX1, Palm Pico-Paddle

Das Leben ist zu kurz für QRP. So sagen manche. Wir finden das nicht. Das schönste Funken fängt mit einem heißen Lötkolben an. QRP-Geräte bauen wir selbst. Sie kommen in den Rucksack und gehen mit auf den SOTA-Berg. Sie müssen leicht sein, wenig Strom verbrauchen und notfalls auch mal den Weidezaun anpassen können. QRP-Conteste sind die Feuerprobe. Oft sind die Signale sehr leise. Es geht lange hin und her, bis alle nötigen Daten sicher im Log sind. Man braucht einen Lötkolben, gute Betriebstechnik und spitze Ohren.

 

W3DZZ

Chester L. Buchanan, geboren 1915, Funkname "Roy", Erfinder des Sprerrkreisdipols. Das war W3DZZ. Die Schwingkreise abgestimmt auf 7 MHz machen aus der Antenne einen Doppel-Dipol für 80 und 40 Meter. Früher hatte jeder so eine Europa-Strippe. Auf der Suche nach immer besseren Antennen für Draußen-Funk im Wald und auf dem Berggipfel sammeln die Funkamateure viele Mess-Ergebnisse. Dabei wird klar, dass im Wald horizontale Antennen besser gehen, selbst wenn sie nicht besonders hoch hängen. (Dipol, Inverted Vee, Slooper). Die Top-Bands für SOTA sind 30 und 40 Meter. Und schon war die Idee geboren, einen Dipol zu bauen mit Sperrkreisen bei 10,1 MHz nach dem Muster von W3DZZ.  Mehr_>>

 

Antennen messen

Bernd (DK1DU), Harry (DF7FX), Roland (DK4RX)
Bernd (DK1DU), Harry (DF7FX), Roland (DK4RX)

Das wäre was. Moderne Messgeräte messen dynamisch und bilden ein ganzen Spektrum ab. Sowas kann man kaufen oder auch selbst bauen. Funkamateure sind Selbstbauer. Also los. Was brauchen wir? Ein paar Widerstände, Kondensatoren, zwei Germaniumdioden und ein Arduino liegen noch in der Bastelkiste. Aus China bestellen wir einen Beutel voller DDS-VFO-Platinen. Thomas organisiert das alles. Es fehlt nichts. Im Vereinshaus glühen die Lötkolben. Funker, die den Weg zum Selbstbau bisher noch nicht gefunden haben, starten durch. Gemeinsam gehts einfach besser. Wissen und Können weitergeben. Das ist Sache der Funkamateure.  Mehr_>>

 

mcHF SDR TRCV

14.03.2016 - Das neue Display ist immer noch nicht da. Aber die Drehknöpfe und das Gehäuse. Bis auf den Kram mit dem Display sind die Platinen jetzt fertig und so zusammen montiert, dass sie ins Gehäuse passen. Allerdings müssen an dessen Seitenwänden noch Löcher gebort und Ausschnitte gefräst werden für die Anschlüsse wie Strom, Kopfhörer und USB. Das sind dünne Aluminium-Platten. Wer da schon mal gebohrt hat, weiß wie hässlich rechteckig die Löcher werden. Da suchen die Funkamateure noch einen Fachmann. Vielleicht einen mit einer Portal-Fräse. Das wäre was.  Mehr_>>

 

HamNet-Seminar Nordhessen

Breitbandige Datenübetragung auf Mikrowellen. Eine Spielwiese für Funkamateure. Weltweit. Doch Nordhessen liegt immer noch im Dunkeln. Der Bärenberg ganz dicht an Kassel ist zwar Teil des Netzes, trägt aber noch nicht bei zur Versorgung der Region. Wir sinnen auf Abhilfe und arbeiten uns in die Technik ein. Am 28.03.2015.

Seminar 1

Seminar 2

 

Geländeprofile

Wellenausbreitung ist eine Wissenschaft für sich. Vor allem bei den superkurzen Wellen. Wer planen will muss sich auskennen mit Streckendämpfung, Fresnelzone und vor allem muss er das Geländeprofil kennen. Die Firma Ernst Balser + Partner hat jetzt eine interaktive Karte ins Netz gestellt, die zu zwei Punkten die Verbindungslinie zieht und das entsprechende Höhenprofil erzeugt. Damit lässt sich schnell abschätzen, ob Funkverbindungen auf VHF oder UHF überhaupt möglich sind. Klar, man kann damit auch seine Rad- oder Wandertour vorbereiten, doch die Funkamateure planen damit z.B. HAMNET-Stecken. Da gibt noch viel zu tun in Nordhessen.    geo.ebp.ch  >>