mcHF SDR TRCV

Klar haben die Funkamateure auch alte Kisten, mit denen sie in die Luft gehen. Aber sie wissen: die Zukunft gehört Geräten mit modernen Konzepten und die wollen sie sich erarbeiten, verstehen und anwenden. Der Selbstbau solcher Geräte ist spannend. Der Weg ist das Ziel.

So geht es los: Unterlagen studieren, Texte übersetzen, Konzepte kennenlernen und verstehen, Schwierigkeiten erkennen und im Vorfeld bereits ausräumen. Gemeinsam planen, Aufgaben teilen, Schnittstellen verabreden. Angebote sichten, Preise vergleichen, bestellen, liefern lassen, Inhalt prüfen, Teile sortieren. Viel Vorarbeit bis schließlich der Lötkolben glüht. Die Funkamateure basteln gerne. Am liebsten gemeinsam.

 

http://www.m0nka.co.uk/

 

Jetzt sind bereits viele Bauteile verlötet. Die "Tausendfüßler" erfordern besondere Konzentration. Klar geht auch mal was schief, muss auch mal was nachbestellt werden. Lehrgeld eben. - Die vielen kleinen Ringkerne machen Mühe. Wir können einen Trick verraten: Nach jeder Windung den Rinkern fest auf einen Pinselstil stecken. Dadurch wird der innere Teil der Windung an den Kern gedrückt und man kann das Werkstück besser festhalten. - Nebenbei fällt uns die Platinen-Ähnlichkeit mit einem KX3 auf. 

07.02.2016 - Die noch fehlenden Bauteile sind eingetroffen. Jetzt ist alles beisammen. Das RI-Board ist schon fertig. Dabei sind gleich ein paar Modifikationen mit eingebaut. Zum Beispiel die "RF-04-:-015". Um mehr Sendeleistung zu erhalten, wird der kleine SMD-Übertrager T5 durch einen der kleinen Binokulare BN43-2402 ersetzt. Die Primärwicklung muss 3 Windungen CuL 0,3mm erhalten, die Sekundärwicklung erhält 4 Windungen 0,3mm CuL mit einer Mittenanzapfung. Die Zusammenhänge findet man auf der Webseite www.amateurfunk-sulingen.de/mchf-projekt/modifikationen. Das war ziemlich aufwändig. - Jetzt ist das Board gereinigt (Isopropanol und Pinsel). Und jetzt sind wir gespannt auf den ersten Testlauf.

Alle Bauteile drin. Smoketest! - 340mA Stromaufnahme, keine Rauchzeichen. Alles sieht richtig gut aus. Verhaltener Jubel erfüllt den Raum. Der nächste Schritt: Den Bootloader und die neueste Firmware installieren. Dazu muss ein Hardwaretreiber auf den PC. Der hat kein Zertifikat. Windows 10 stellt sich bockig. - Windows ausgetrickst, Firmware übertragen, Reset, und dann ...  Nix!  - Das LC-Display bleibt einfach nur weiß. Die Taster funktionieren, nur die blöde Anzeige will nicht. Fehlersuche ...  Huch, das LC-Display ist nicht richtig konfiguriert. Auf der Rückseite hätte ein „0“ Ohm Widerstand geändert werden müssen(Bild). Das Auslöten ging natürlich schief und das neue LC-Display kommt aus Hongkong. Jetzt dauerts, bis es weiter gehen kann. Mist eben…

14.03.2016 - Das neue Display ist immer noch nicht da. Aber die Drehknöpfe und das Gehäuse. Bis auf den Kram mit dem Display sind die Platinen jetzt fertig und so zusammen montiert, dass sie ins Gehäuse passen. Allerdings müssen an dessen Seitenwänden noch Löcher gebort und Ausschnitte gefräst werden für die Anschlüsse wie Strom, Kopfhörer und USB. Das sind dünne Aluminium-Platten. Wer da schon mal gebohrt hat, weiß wie hässlich rechteckig die Löcher werden. Da suchen die Funkamateure noch einen Fachmann. Vielleicht einen mit einer Portal-Fräse. Das wäre was.

Roland /DK4RX), Sigrid (DL2FAZ)
Roland /DK4RX), Sigrid (DL2FAZ)

14.03.2016 - Das neue Display ist immer noch nicht da. Aber die Drehknöpfe und das Gehäuse. Bis auf den Kram mit dem Display sind die Platinen jetzt fertig und so zusammen montiert, dass sie ins Gehäuse passen. Allerdings müssen an dessen Seitenwänden noch Löcher gebort und Ausschnitte gefräst werden für die Anschlüsse wie Strom, Kopfhörer und USB. Das sind dünne Aluminium-Platten. Wer da schon mal gebohrt hat, weiß wie hässlich rechteckig die Löcher werden. Da suchen die Funkamateure noch einen Fachmann. Vielleicht einen mit einer Portal-Fräse. Das wäre was.

Hurra!

Ralf (DL1EL), Harry (DF7FX), Heinz (DK4EI), Edgar (DF2FB)
Ralf (DL1EL), Harry (DF7FX), Heinz (DK4EI), Edgar (DF2FB)

18.04.2016. Er bewegt sich. Er piepst und sendet. Der mcHF-SDR-Transceiver. Welche Freude! - Voll Blut, Schweiß und Tränen war der Weg bis hierher. Wer nicht wirklich ganz exakt löten kann und nicht über gute Augen und Seh-Hilfen verfügt, der sollte die Finger von solchen Übungen lassen. Die Funkamateure wissen jetzt, was Lehrgeld bedeutet. Egal. Das Ding spielt. Freude, Stolz und Glückshormone. - Die Software-Parameter müssen noch eingestellt werden und das Ding muss ins Gehäuse, denn am 1. Mai darf es zum ersten Mal mit in den Wald.

 

Und so soll er mal aussehen:

 

Der Bausatz: 21,99 EUR. Ein Schnäppchen. Vorsicht bei Bestellungen im Internet: Die Versandkosten sind ziemlich unseriös! Das sollte man vielleicht besser selbst abholen. Link_>>

 

Unser nächstes Projekt ist vielleicht eine 50-Watt-PA für den neuen Transceiver:

http://www.ad5x.com/images/Presentations/Hardrock50Review.pdf