W3DZZ

Chester L. Buchanan, geboren 1915, Funkname "Roy", Erfinder des Sprerrkreisdipols. Das war W3DZZ. Die Schwingkreise abgestimmt auf 7 MHz machen aus der Antenne einen Doppel-Dipol für 80 und 40 Meter. Früher hatte jeder so eine Europa-Strippe. Auf der Suche nach immer besseren Antennen für Draußen-Funk im Wald und auf dem Berggipfel sammeln die Funkamateure viele Mess-Ergebnisse. Dabei wird klar, dass im Wald horizontale Antennen besser gehen, selbst wenn sie nicht besonders hoch hängen. (Dipol, Inverted Vee, Slooper). Die Top-Bands für SOTA sind 30 und 40 Meter. Und schon war die Idee geboren, einen Dipol zu bauen mit Sperrkreisen bei 10,1 MHz nach dem Muster von W3DZZ.

Als Kern dient ein gelber T106-6 und für die Spule 18 Windungen Kupferlackdraht mit 1mm Durchmesser. (Windungen immer im Inneren des Kerns zählen!) Man braucht etwa 1m CU-Draht. Der Kondensator sollte selbst für QRP-Betrieb einigermassen spannungsfest sein. Er hat 60 pF. Ein Plastik-Teil für die Zugentlastung und Kabelbinder halten das Ganze fest zusammen.

Mit dem Analyser lässt sich der Schwingkreis gut abstimmen. Dazu schiebt man die Windungen auf dem Kern etwas zusammen bzw. auseinander. Als Mess-Schleife dient eine einzige "Windung", ein Draht, der einmal durch den Kern führt und direkt am 50-Ohm-Eingang des Analyser angeschlossen ist.

Jetzt kommt Draht in die Luft. Zwei gleich lange Stücke aus leichter Litze je ca. 7,50m. Aufhängen, Coax dran und solange kürzen, bis der Resonanzpunkt in die Nähe der Soll- Frequenz wandert (10,106 MHz). Bestes Stehwellenverhältnis oder (wer hat) mit dem Analyser. Die Enden werden nicht abgeschnitten, sondern am Draht zurückgeführt, verdrillt oder veklebt.

Dann kommen die Schwingkreise an die Enden. Hoch das Ding und nachmessen, ob der Resonanzpunkt noch da ist, wo er hinsoll. Notfalls korrigieren. Dann erst die 40m-Schenkel anbringen. Je ca. 2,50m an jedes Ende. Nochmal prüfen, ob die Resonanz bei 10 MHz noch stimmt. Dann die Resonanz auf 7 MHz einstellen wie oben beschrieben (7,030MHz). Fertig.

Das Haspel-Brettchen mit den beiden Gummiringen dient beim Betrieb im Gelände als Schreibunterlage.