Manfred Schaub ist tot

DL2ZBO, Manfred Schaub, DL1EL, DO9TR
DL2ZBO, Manfred Schaub, DL1EL, DO9TR

Baunatals Bürgermeister. Freund und Förderer der Funkamateure. Unser Vereinsleben hat er mit großem Interesse verfolgt und hat uns unterstützt, wo es möglich war. Dafür sind wir ihm dankbar. Bei der letzten Freizeitmesse an unserem Stand hat er mit Freude die Morsetaste selbst in die Hand genommen. Sein Tod macht uns traurig, und wir sind in Gedanken jetzt bei seiner Familie.

 

Höhepunkt: Hamvention

Es war erholsam auf Hawaii. Und als der Vulkan ausbrach, war ich schon in Las Vegas. Noch kurz zum Grand Canyon und jetzt auf dem Höhepunkt meiner Reise: Hamvention. Kein Regen wie in den letzten Jahren. Alles trocken. Neues u.a. von Kenwood und Yaesu. Ich treffe I2RFT. Pietro Begali baut die schönsten Morsetasten. Wir quatschen uns fest, ich probiere alles durch. Tolles CW-Feeling. Für einen Kumpel soll ich einen CTX-10 mitbringen. Schönes Teil. Da könnte ich doch gleich auch für mich ... oder lieber einen KX2? Zum Nachdenken brauche ich einen klaren Kopf. Gehe ins Luftwaffen-Museum in der Nähe. Da darf man keine Handfeuerwaffen mitbringen. So ein Mist! - Grüße aus Dayton, Charly (DK3ZL - AD8AS).

      

WSPR auf dem Bärenberg

Weak Signal Propagation Reporter. Das interessiert uns. Robert hats gebaut. Ein QCX-Transceiver (40m) und einem GPS-Modul. Das Lötzinn ist noch nicht ganz kalt und ein Gehäuse hats auch noch nicht. Aber gut funkts trotzdem schon. Innerhalb weniger Minuten ist das winzige Signal an vielen Stellen in Europa gut zu hören. Und  So ganz nebenbei kommen noch ein paar SOTA-QSOs vom Bärenberg ins Log: DM/HE-054. Es ist kalt, windig und neblig da oben. Aber gestört hats keinen.

Kennzeichen

Das waren noch Zeiten, als wir uns gegenseitig an den großen Mobil-Antennen erkannten. Damit kein Zweifel aufkam, hatten manche noch ihr Rufzeichen in großen Lettern am Auto sichtbar. Dann kam die Zeit der kleinen UKW-Antennen. Und jetzt sind auch die Geschichte. Im Auto funkt (fast) keiner mehr. Ist zu gefährlich. Dafür können wir heute die Fahrzeug-Kennzeichen weitgehend frei auswählen. Und davon machen die Funkamateure reichlich Gebrauch. Für Muggels wertlos. Doch wir kennen uns. Wir erkennen uns. Am Kennzeichen.

 

Licht und Schatten

Wo leuchtet unser Osterberg hin? Wo sind noch Schatten? Die Frage klären wir gerade für DB0HNK (HAMNET Kassel). Danke Anton für die interessanten Online-Tools. Sie funktionieren nicht nur im Schweizer Röstigraben sonden auch in den Kasseler Bergen. In den rot-braunen Flächen ist Licht. Dorhin strahlt die HAMNET-Lampe vom Osterberg. Wir sind überrascht von der Super-Abdeckung, sehen aber auch, dass es noch Erweiterungsbedarf gibt. Leider weiß die Software nicht, wie hoch die Bäume sind und wo Menschen ihre hohen Häuser in den Weg gebaut haben. Wir bleiben dran.

 

DB0HNK - HAMNET Kassel

Der Osterberg, 258 Meter hoch, im Gebiet Vellmar-West im Nordwesten von Kassel. Die Funkamateure haben dort einen Umsetzer gebaut und das HAMNET vom Knüll auf den Osterberg nach Kassel gebracht. Der Vellmar Wasserhochbehälter. Endlich ist die Netzlücke geschlossen für die Funkamateure der Region. Internet-unabhängig und offen für alle mit AFU-Lizenz.

Das Amateurfunkzentrum Baunatal ist bereits über die Brandkasse daran angeschlossen. Jetzt bewegen uns viele Fragen: Ist das Signal unseres Umsetzers brauchbar? Wie ist die Netzabdeckung? Wo bleiben weiße Flecken? Kann man sich auch am Herkules noch mit dem Osterberg verbinden? Wie ist dort die Feldstärke und welche Antennenrichtung gilt? Dürfen eigentlich Hindernisse im Weg sein? Bäume? Häuser? Wo wären Repeater nötig? Wir tasten uns langsam vor. Mit Router, Laptop und Besenstiel. Wir halten die Antenne auf die Herkules-Figur. Die ist aus Kupfer. Oh Wunder: Der Kerl reflektiert unser Osterberg-Signal. Das haut uns um. Gute Netzabdeckung ist eine große Baustelle. Wir sind unterwegs. Machen erstmal eine Bestandsaufnahme.

Wir sind dran. HAMNET beschäftigt uns. Vor allem, wenn es nicht gleich klappt. Alle Interessierten laden wir ein, mit uns zu experimentieren oder sich sogar selbst einen HAMNET-Anschluss einzurichten. Bitte schreibt uns eine kurze Nachricht. Wir melden uns und helfen umgehend. (Siehe auch: Lückenschluss)

 

Mayday

Nein. Ein Notruf ist nicht zu hören. Am ersten Mai im Emstal. Die Funkamateure treffen sich zum Funkspaß an der Weißenthalsmühle bei Kirchberg. Ihre Handfunk-Geräte haben sie mitgebracht. Die Akkus geladen und im Rucksack das Handbuch. Man weiß ja nie. Von der Leitstation gibts Karte, Log und Bleistift für ein Funkspiel. Und schon  kanns losgehen.

Auf in den Dreikampf: Funken, Schreiben, Orientieren. Rundweg eins. Knapp 3 km. Gut markiert. Mit Funken und Schreiben klappts gut bei allen. Die Strecke ist in Sektoren eingeteilt. Dadurch sind immer neue QSOs möglich. DL0BA gibt Kennwörter aus. "Hörst du mich? In welchem Sektor bist du? Wie ist meine Nummer?" Es kocht auf den vier FM-Kanälen. Sowas hat der Wald noch nicht erlebt. 250 Verbindungen in kurzer Zeit.

DL0BA ist die Leitstation. Claudia und Gaby regeln die Sache und helfen. Am Ende ist die Autobatterie leer. Gut, dass es Starthilfe-Kabel gibt. Robert spendet Energie und Bernds Diesel brummt wieder.

Super-Wetter: Anfangs kühler Wind, dann Sonne und Wärme. Zum Wandern genau richtig. Manche begegnen sich auf dem Rundkurs. Viele nicht. Einige gehen vorübergehend verloren. Doch am Ziel sind alle wieder da. Bratwurst-Duft.

Logs abgeben und auswerten lassen. Stärkung, Verschnaufpause. Dann Siegerehrung. Auf den ersten Plätzen: DL8UI, DL2ZBO, und DL1EL. Süße Preise gibt es für alle Mitmacher. Am Nachmittag Kuchen und Kaffee mit "Sauce Hollandaise" (Eierlikör mit Schlagsahne).

Das hat Spaß gemacht. Ein schöner und geselliger Tag mit Funk und Freunden draußen und im Tal der Ems.