QSK

Zwischen den Zeichen hören. Da wird Telegrafie zu einer Voll-Duplex-Betriebsart. So richtig Spaß macht das aber erst, wenn nicht nur der Operator dazu fähig ist sondern auch sein Radio. Wer nur gemütlich telegrafiert, hat damit keine Probleme. Schnelle Telegrafisten sind stolz auf ihren QSK-fähigen Transceiver. Doch schon ab ca. Tempo 25 WpM zeigen die Kisten ihre vier Unarten:

  1. Das Relais klappert. Die Antenne muss umgeschaltet werden, ggf. auch in der Endstufe. Das geht mit Dioden gut, doch oft werkeln leider Relais. Reed-Relais sind zwar piano, aber dennoch hörbar. Andere Relais klingen ungeniert laut und wie eine alte Schreibmaschine.
  2. Die Zeichen verstümmeln. Mal Paddle festhalten und eine schnelle Punktreihe geben. Umschalten zwischen "bk" und full-bk". Zeichen im Zweitradio anhören. Wenn dann die Punkte in "full-bk" deutlich spitzer klingen, sind sie verstümmelt. Der Schaden lässt sich nur in Grenzen durch ein angepasstes "Weighting" ausgleichen. Und das kann die Keyer-Eletronik im TCVR nicht. Da muss dann ein externer Keyer her.
  3. Die Schaltzeiten sind zu lang. SDR-Transceiver werben oft mit ihren QSK-Fähigkeiten. Dabei wird gern übersehen, dass der Prozessor dermaßen beschäftigt ist, dass er nur hin und wieder mal vorbeischauen kann, ob jemand die Taste gedrückt hat oder nicht. Die Folge: eine lange und unstabile Reaktionszeit vom Drücken der Taste bis zur HF-Aussendung Das vermiest dem OP das richtig schnelle Tempo.
  4. Der Empfänger ist zu träge. In den Pausen einer schnellen Punkt- bzw. Strichreihe sollte die Gegenstation durchzuhören sein. Zwischen den Worten hören geht ja immer. Selbst bei Relais-Kisten. Aber kann man durchhören, während man z.B. eine Strichreihe gibt und das Paddle dabei festhält? Bis 25 WpM mag es gehen. Doch wenns mal schneller zur Sache geht, ist der OP taub beim Geben einer Null. Wir laden jede(n) ein zu diesem Test: TCVR auf fremdes Trägersignal einstellen, Strichfolge geben. Ist der Träger durchzuhören? Nein? Ist das dann noch QSK? (Bei diesem Test muss man auch mit der ALC-Einstellung experimentieren und sie auch mal schnell- oder sogar abschalten.)

Die Funkamateure haben einige aktuelle Transceiver dieser harten QSK-Prüfung unterworfen und werden über ihre Eindrücke berichten.

 

Kurze Antennen für lange Wellen

Samstag, 20.10.2018: Antennen-Seminar mit Martin Steyer, DK7ZB. Termin vormerken. Bei uns sind alle Gäste herzlich willkommen. - Wie kann ich im Schrebergarten auf 160 m funken? Theoretisch und praktisch soll es zugehen. Kurze Antennen für lange Wellen.

 

Wenn das Relais nervt ...

Am besten, man hört schlecht. Wer gut hört, den nerven Lüfter und Relais beim Funken. Und manche Mühlen erkennen wir schon am Klappern und Rauschen. Wir packen die lauten Relais einfach ein. Um den unteren Rand kommt ein Stück Schnipps-Gummi, damit kein Kurzschluss entsteht. Dann biegen wir eine Kappe aus Blei-Blech zurecht und darüber kommt dick von der Klebeknete. Das Relais ist zwar immer noch zu hören, aber man muss schon gewaltig die Ohren spitzen.

Fieldday Stockelache

Am 14. Juli gehen wir ins Schwimmbad. Im großen Freizeitgelände an der Stockelache treffen wir uns zum Fieldday. Das wird gemütlich, gesellig und gut. Funkbetrieb wird die Hauptsache sein. Dann läuft auch der WRTC. Der Contest, bei dem die Weltmeister um den Titel kämpfen. Da wollen wir mit dabei sein. - Badesachen nicht vergessen! 

 

Berlin

Die Funkamateure gehen auf Tour. Das Treffen am Bodensee lassen wir dieses Jahr mal aus und fahren übers lange Wochenende nach Berlin. Neues entdecken, gemeinsam Zeit verbringen in netter Gesellschaft, Reichstag, Technik-Museum, Bootsfahrt, Kabarett. Wir nehmen die Räder mit. Berlin, wir kommen!

Wir fangen mal gemütlich an, heizen den Grill und stärken uns erstmal. Wer weiß, wie kräftezehrend die nächsten Tage noch werden. Tolles Wetter, ein lauer Abend, alle satt. Eine Wurst wäre noch zu haben.

Heute gehts nach Mitte. Berlin-Mitte. Wir sind verabredet. Mit Timon Gremmels unserem Bundestagsabgeordeten. Er zeigt uns den Bundestag und seinen Arbeitsplatz dort. Das Ganze ist ist wirklich beeindruckend. Wir gucken uns um am Platz der Republik und staunen. Mächtige Säulen am Eingang. Architektur aus der Kaiserzeit. "Dem deutschen Volke" steht auf dem Portal in großen Lettern. Zwei erbeutete Geschützrohre aus den Befreiungskriegen 1813–1815 wurden für die Herstellung der 60 cm hohen Buchstaben eingeschmolzen. Ein Gebäude mit abenteuerlicher Geschichte. Wir kommen uns ganz winzig vor. - Nachmittags dann Funkturm und Currywurst und abends: Wühlmäuse.

Nächster Tag: Deutsches Technikmuseum. Wir finden eine alte Morsestaste. Sogar QSL-Karten hängen dort an der Museumswand.