WhatsApp-Überwachung

Der Deutsche Bundestag hat das Überwachen von Chats erlaubt. Gegen den scharfen Protest der Opposition. Klar haben wir dazu eine Meinung. Als Bürger, als WhatsApp-User und als Funkamateure. Aber wir wollen die Entscheidung unserer Abgeordneten jetzt hier nicht bewerten. Die Funkamateure benutzen schon länger eine WhatsApp-Gruppe für ihre interne Kommunikation. Sie schicken sich Sprach-Nachrichten. In CW.

 

Dipol mit Hühnerleiter

In diesen Tagen funkt man am besten nachts. Solange die Sonne hoch steht, ist die Dämpfung erheblich. Bei diesen miesen Bedingungen lohnt es sich, mal die Antenne zu checken und zu überarbeiten.

Jede Antenne strahlt. Manche besser. Probiere alles und behalte das Beste. Das sind Kernsätze für den Antennenbau. Zu den einfachen Antennen gehört der Dipol. Und der ist richtig gut, wenn man zwei Grundsätze beachtet: λ/2 lang und möglichst λ/2 hoch. Speist man ihn in der Mitte, erwischt man 50 Ohm, kann ein Coaxkabel nehmen und steckt das untere Ende einfach in den Transceiver-Ausgang. Das geht aber nur auf einer Frequenz gut. Mit einer Hühnerleiter verwandelt man seinen Dipol in eine echte Mulitband-Antenne. Zudem ist die Speisung nahezu verlustfrei und die Längen lassen sich passend variieren. Nur symmetrisch sollte das Gebilde sein. Dipole mit Hühnerleiter sind gut. Auch wenn sie kurz sind und nicht ganz so hoch hängen. Darüber nachdenken lohnt sich.  Mehr_>> 

 

QRKu? - Ist das Kunst?

Marta Minuín, "The Parthenon of Books"
Marta Minuín, "The Parthenon of Books"

Ist das Kunst? Ja klar! Selbst unsere Antennen könnten Kunst sein. "Kunst ist alles, was man dafür erklärt." (*) Der Büchertempel steht an der Stelle, wo am 19. Mai 1933 kasseler Nazionalsozialisten Bücher verbrannten, die nicht in ihr enges Weltbild passten. Die sind jetzt hier ausgestellt. Die Bücher. Kunst, die ihnen nicht gefiel, war für die Nazis "entartet" und wurde versteckt, vernichtet, verboten.  Funkamateure sind weltoffen. Sie lieben die documenta und freuen sich alle fünf Jahre über das Erwachen der Stadt Kassel. Jedenfalls die meisten. Sie wissen, dass Kunst ein Produkt sein kann, vielleicht am Ende eines kreativen Prozesses, sie wissen aber auch, dass Kunst der Prozess selbst sein kann, auch das Nachdenken oder Reden darüber. Wir sind gespannt, was die documenta 14 in ihren 100 Tagen an Prozessen hervorbringen wird. Und wer in dieser Zeit nicht nach Kassel kommen kann, den nehmen wir einfach mit auf unseren ersten Spaziergang zu einigen Außen-Kunstwerken. Das kostet nichts und ist hochinteressant. Wer dabei mitkommen mag:  Hier gehts lang_>>

 

Berg Spitzen Funker

104 Gipfel haben sie schon erstürmt. Und das Jahr ist erst gut 160 Tage alt. Reife Leistung! Und so stehen sie auch verdient an erster Stelle der SOTA-Tabelle. Bisher ungeschlagen. Sigrid und Harry. DL2FAZ und DF7FX. Wenn Zeit und Wetter es irgendwie zulassen, dann sind sie unterwegs. Im Rucksack: KX3, Akku, 6m-Angelrute mit Stativ, Morsetaste und eine Windom-Antenne. Vor kurzem sind beide noch fleißig Rennrad gefahren und Marathon gelaufen. Kondition haben sie. Und deshalb stehen sie ganz früh auf, um möglichst viele SOTA-Gipfel an einem Tag zu schaffen. Jetzt sind die Tage lange hell. Und das ist gut so. Abends dann müssen alle QSOs noch in die Datenbank eingegeben werden, und der Akku geht ans Ladegerät. In aller Frühe sind sie dann wieder unterwegs. Hier sind Fotos und Berichte_>>

 

Transceiver auf Krankenschein

Jetzt hat er ein Hörgerät. OM Waldheini. WIr hatten ihn vor einiger Zeit gefragt, ob sowas nicht was für ihn sei. Damals lehnte er vehement ab. Die anderen sollten nicht so nuscheln. Dann ginge das schon. Auch ohne. - Jetzt hat er eins. "Mein Leben ist anders", erzählt er uns. "Ich höre jetzt auch die Gespräche am Nachbartisch und wenn ich beim Zeitung-Lesen umblättere, dann macht jetzt das Papier Geräusche. Ganz blöd aber: Ich dachte immer, mein Transceiver wäre QSK-fähig. Jetzt klappern Relais beim Morsen. Die waren vorher nicht da. Außerdem rauscht der Lüfter neuerdings."  Waldheini guckt uns mürrisch an. Wir haben ihm empfohlen, mal bei seiner Krankenkasse nachzufragen, ob die ihm ein neues Funkgerät bezahlt. Eins ohne Lüfter-Rauschen und Relais-Klappern. Ein Transceiver auf Krankenschein. - Da sind wir alle mal gespannt. - Unser Funkperlen-Anton kennt sich mit Hörgeräten aus. Er hatte früher viel damit zu tun. Er schreibt uns_dazu >>

 

Antennen-Seminar

Archiv-Foto: Ein Abend zur Antennen-Simulation mit DK7ZB, Frühjahr 2012
Archiv-Foto: Ein Abend zur Antennen-Simulation mit DK7ZB, Frühjahr 2012

Am 26. August 2017 laden die Funkamateure wieder zu einem Tagesseminar ein. Dieses Mal geht es um Antennen. Um Simulations-Software (NEC) und wie man Daten gewinnt, für das Wattwächter-Programm. Es wird auch um Urlaubs-, SOTA- und Portabel-Antennen für die kurze Welle gehen. Aber sicher auch um leichte und wirkungsvollle UKW-Antennen für den Rucksack. Vertikal-Dipol, Triple Leg oder Groundplane - wieviele Radials braucht der Mensch? Dürfen die auf der Erde liegen? Funken im 60, 40 und 30m-Band mit nur einer Antenne; geht das? Steile oder flache Stahlung? Anzahl der Aufhängepunkte? - Fragen und Probleme, die wir theoretisch betrachten, aber auch praktisch ausprobieren wollen. Als Referent für den Tag haben wir wieder Martin (DK7ZB) gewinnen können. Wir wünschen uns viele interessierte Zuhörer und Mitmacher und freuen uns jetzt schon auf den letzten Samstag im August. Um 10 Uhr gehts los. Die Teilnahme ist für alle kostenlos. - Hier sind Berichte und Fotos zu vergangenen Seminaren:

HAMNET-Seminar Teil 1, März 2015

HAMNET-Seminar Teil 2, Mai 2015

SOTA-Seminar, Oktober 2016

 

QRP am Badesee

Kann Wetter besser sein? Die Funkamateure treffen sich am 29. Mai zum Fieldday an der Stockelache. Wir rollen unseren Anhänger über die Wiese. Wir haben wieder den Platz an der kleinen Hütte reserviert. Gelebter Amateurfunk. Auf der Liegewiese unter Muggels. CQ-Contest. Morsezeichen im Grillnebel. Unsere Strippen hängen hoch über den Decken der Badegäste. Das macht sie neugierig. Manche trauen sich: "Wasmachtnihrhier?" Und schon sind wir im Gespräch. Man staunt. Wir funken mit KX3 (12 Watt) , Doppelzepp und N1MM-Software. Klein, leicht, wirkungsvoll. Grill und Akku statt Feldküche und Generator. DL0BA im WPX-Contest. Die Funkbedingungen sind mies aber es läuft ziemlich gut. Innerhalb kurzer Zeit kommen weit über 100 QSOs ins Log. Die Stimmung  kann nicht besser sein. Hier sind noch mehr Fotos_>>

 

Fuchs mit Aussicht

Das war nicht ganz einfach. Am 1. Mai verstecken die Funkamateure einen Fuchs und lassen ihn auf 80m bellen. MOE ruft er und lockt die Jäger an. Leise ist er. Weit weg? QRP oder miese Antenne? In der Söhre ist er gar nicht zu hören. Im Kasseler Becken so grade über dem Rauschen. Erst auf den Höhen des Habichtswaldes wird er lauter. Lässt sich gut peilen. Alle Peilungen zeigen auf den Dörnberg. Ist der Fuchs gar auf dem hohen Dörnberg? Für Autos ist hier Ende. Karte raus. Friedrichstein liegt auf dem Peilstrahl. Peilung zur Kontrolle vom Viadukt bei Zierenberg. Alles klar. Nix wie hoch. Oben gibts ein Café. - Voilà! - Gemeinsames Mittagessen. Jägerlatein. Weitblick auf viele SOTA-Berge. Wir geniessen die Aussicht.