Telegrafisten sind gesellige Leute. Fast alle. Einmal im Jahr treffen sie sich persönlich. Bisher in der Rhön, dieses Jahr in Erwitte im Hotel Büker. Aus ganz DL kommen sie: von München bis Flensburg, sogar aus der Schweiz.
The days in May. Hamvention. Elecraft lässt den K4 aus dem Sack. Die Magazine der Funkamateure werden sich überschlagen. Die Nachrichtenflut über den neuen Transceiver wird vor Ostern 2020 nicht nachlassen. Wir halten uns da elegant zurück, nehmen eine Tüte Chips, setzen uns auf die Couch und gucken interessiert zu.
Gute alte Freunde. Kontakt verloren und plötzlich trifft man sich wieder. Wie geht es dir? Wie ist es dir ergangen? Was machst du so? Weißt du noch? .... Und schon ist die Verbindung wieder da. Ein herzliches Wiedersehen. - Die HamAlert-App war ein Treffer. Wer dort Rufzeichen einfügt von alten Freunden hat Wiedersehens-Momente dieser Art erfolgreich programmiert.
Jeder hat so seine Lieblings-App. Unsere heißt HamAlert. Wer hats erfunden? - Ein Schweizer: Manuel, HB9DQM. Manuel hat auch Threema entwickelt, einen Messenger, den viele von uns nutzen, weil er sicherer ist als z.B. WhatsApp. Mit HamAlert wissen wir, wer grade funkt, wo und in welcher Betriebsart. Wir treffen uns im Æether. Auch ohne Sked.
Fritzlarer Ederauen. Gutes Wetter, grüne Natur. In manchen Bäumen hängen merkwürdige Gebilde: Sende-Antennen für den Funkspaß am 1. Mai. Die Funkamateure nutzen den freien Tag und das schöne Wetter für eine gemütliche Fuchsjagd. Such-Spiele sind alt, pädagogisch wertvoll und bei Kindern sehr beliebt. Versteckt sind Menschen, Geocaches und Ostereier. Oder wie heute: kleine Sender (Füchse) mit Antennen.
Zwei Nägel. Wer morsen kann, kommt mit jeder Taste klar. Montags treffen wir uns immer, und oft wird auch gemorst. Die Funkamateure sind immer bemüht, ihr CW-Handicap zu verbessern. Sie wissen um die Vorteile dieser Betriebsart. Für ziemlich flotte QSOs sind zwei Nägel ein bisschen anstrengend. Dann nehmen wir lieber was anderes: Straight, Cootie, Bug, ein Single- oder Doppel-Paddle, stellen Iambic ein, Weight und Compensation. Doch immer kann man sagen: Bei uns piepts.
Frühes Frühjahr. Die Wiesen sind schon grün. Die Bäume arbeiten noch daran. Das ist die Zeit, zu der sich Funkamateure in Kassel treffen. In den Messehallen ist alles vorbereitet. An der Kasse bilden sich Schlangen. Viele kommen von weit her. Das Wetter ist freundlich. Ein schöner Tag für ein schönes Hobby.
Mitgliederversammlung bei den Funkamateuren. Da versammeln sich die Mitglieder. Sie wählen den Vorstand und machen Pläne. Die Kasse stimmt. Genug Geld ist drin, und der alte Vorstand ist der neue. Wir können wieder neue Mitglieder begrüßen und heißen sie herzlich willkommen.
Manchmal riecht es schon nach Frühling. Doch oft ist es noch windig, nass und kalt. Da funken die Funkamateure gern noch am heimischen Kamin und später dann im Wald oder auf dem Berg. Gelegenheit, mal wieder gemütlich zu morsen. Am liebsten langsam. Wir machen keine Wettrennen. Wir wollen, dass jede(r) mitmachen kann und laden alle herzlich dazu ein. Wer eine Morsetaste drücken und sein Rufzeichen geben kann, ist willkommen. Für den Anfang genügt das ja völlig.
Endfed ist modern. Ein Lambda-Halbe-Draht, am Ende gespeist. Ist das ein Dipol? Speisen im Spannungsbauch, kaum Strom. Brauchts da ein Gegengewicht? Die Gelehrten streiten. Dabei sind endgespeiste Lambda-Halbe-Drähte so alt wie die Luftfahrt. Eine Antenne mit hohen Spannungen und der Gefahr von Funkenbildung ist der natürliche Feind eines gasgefüllten Luftschiffs. Schlaue Funker(!) haben sich schon zu Kaisers Zeiten die Zeppelin-Antenne patentieren lassen.

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